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Wetterrückblick Februar 2026

Nasser Februar mit vorfrühlingshaftem Finale

Vom Winter war im vergangenen Monat wenig zu sehen. Die Witterung erinnerte bei ungewöhnlich hohen Mitteltemperaturen von 4,8°C in Herrenberg und 3,9°C auf dem 600m hohen Lerchenberg eher an die Verhältnisse im März. Milde Westwetterlagen, viele Regentage und extrem wenig Sonnenschein bestimmten weitgehend das Februarwetter. Immerhin glich der Monat die dürftige Niederschlagsbilanz aus dem Januar aus und zum Ende machte sich bei strahlungsreichem Hochdruckwetter bereits der Vorfrühling bemerkbar.
Der Monat startete noch nasskalt mit einem Winterhauch auf den Höhen. Die Messstation auf dem Lerchenberg registrierte am 2. eine dünne Schneedecke von 8 cm, die sich jedoch nur einen Tag hielt, so wie auch kurz nach Monatsmitte mit einigen Schneefalltagen.
Dauerfrosttage fehlten dem Februar gänzlich und auch die Anzahl monatlicher Frostage lag deutlich unter den Klimawerten.
Üppig dagegen die Niederschlagsmenge von z.T. über 300 mm im Nordschwarzwald. Im Oberen Gäu sind derartige Werte allerdings so gut wie ausgeschlossen, das Nass summierte sich dennoch auf 80 bis 90 Liter je Quadratmeter und somit fast auf das Doppelte des Februarmittels.
Schon In der zweiten Woche registrierte die Wetterstation Herrenberg am AGH bei vorübergehend trockeneren Bedingungen zweistellige Plusgrade, Nachtfröste waren jedoch bis über die Monatsmitte hinaus an der Tages-ordnung.
Danach Niederschläge satt bei anhaltenden Westlagen. In der Zeit vom 11ten bis zum 24ten kam praktisch die gesamte Monatsmenge zusammen, zuerst noch gelegentlich mit Schnee vermischt, ab dem 19ten bei rapide ansteigenden Temperaturen ausschließlich in Form von Regen.


Für die erste markante Wärmewelle des Jahres war eine Hochdruckbrücke quer über Mitteleuropa verantwortlich, die nicht nur für eine Wetterberuhigung sorgte, sondern auch den Zustrom außergewöhnlich milder Subtropikluft ermöglichte. Im Zuge dessen kletterte das Quecksilber am 27ten in Herrenberg auf 21,2°C, an der Lerchenbergstation immerhin noch auf 19,1 Grad.
Die letzten vorfrühlingshaft warmen und sonnenscheinreichen Tage retteten die Sonnenscheinbilanz des trüben Monats allerdings nicht.
Mit knapp 50 bis 60 Stunden langte es lediglich zu etwas über der Hälfte des langjährigen Februarwertes.
Neue Temperaturrekorde verzeichnete der zurückliegende Monat indes nicht. So waren in Herrenberg die Februarmonate 2002, 2020 und 2024 mit 5,3°C, 5,1°C und 6,7°C im Mittel noch deutlich wärmer, während die Februarmaxima auch in den Jahren 2008 und 2021 über 21 Grad lagen.

Als Fahrradpendler bleibt mir dieser Winter als besonders feucht-schmutzig in Erinnerung. Hier der offizielle Radweg von Ammerbuch-Entringen nach Altingen, im Hintergrund das Gäu. (Foto: Joachim Wirth, 2026)

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