März mit viel Sonne und wenig Niederschlag
Im Oberen Gäu geht der vergangene März als zu warmer und vor allem als deutlich zu trockener Monat in die Herrenberger Wetterstatistik ein.
Überragend, zumindest in der Herrenberger Tallage, war die Sonnenscheindauer. Entgegen dem Jahreszeitentrend ging es mit den Temperaturen zum Monatsende noch einmal in Richtung Spätwinter mit letzten Schneefällen bis in die Niederungen.
Die Messstationen in Herrenberg und auf dem Lerchenberg bei Deckenpfronn registrierten mit 6,1°C respektive 5,4°C in 600m Höhe trotz des moderaten Kälterückfalls in den letzten Märztagen überdurchschnittlich hohe Monatsmitteltemperaturen, die um 0,7°C bis 1,2°C über den Referenzwerten aus den letzten 15 Jahren lagen.
Maßgeblich dazu beigetragen haben zwei milde längere hochdruckgeprägte Witterungsabschnitte in der ersten und dritten Monatsdekade, in denen sich trotz der Strahlungssituation keine nennenswerten Nachtfröste einstellten. Ungewöhnlich hohe Temperaturen bot der vergangene Monat mit maximal 19°C in Herrenberg wiederum auch nicht. Märztemperaturen von über 20 Grad kommen im Gäu eigentlich alle Jahre vor und 2021 stellte sich an der
Wetterstation am 31.3. mit 25,3°C sogar ein erster Sommertag ein. Was dem vergangenen Monat jedenfalls abging, waren längere Frostphasen, geschweige denn Tage mit Dauerfrost.
Eine Serie wolkenloser Tage in der ersten Märzhälfte und gelegentlich Sonne satt auch danach mit inzwischen über 10-stündiger Sonnenscheindauer führten in Herrenberg zu einem deutlichen Plus in der Monatsbilanz. Insgesamt kamen 210 Stunden zusammen, ein Überschuss von gut 50 Stunden. Etwas wolkenreicher war dagegen die westliche Randhöhe.
Die Kehrseite der Medaille ist allerdings die sich mehr und mehr abzeichnende Niederschlagsarmut im Frühjahr und die im Kontext dazu stehenden längeren Trocken-phasen. So fielen zwei Drittel der insgesamt spärlichen Monatsmenge von kaum über 30 mm allein in der letzten Märzwoche, zum Teil
nochmals als Schneeregen oder Schnee.